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Pressemitteilung: Land fördert Kultur in Freiburg mit Innovationsfond

Reinhold Pix: „138.00 Euro Förderung für verschiedene Kulturprojekte in Freiburg“

Landesregierung plant weitere Ausschreibungsrunde des Innovationsfonds Kunst für Herbst 2013

Landesweit wurden 1,175 Millionen Euro für Projekte aus den drei Bereichen innovative Kunstprojekte, kulturelle Bildung und interkulturelle Kulturarbeit vergeben.

Bei „Innovative Kunstprojekte“ erhalten das E-Werk 20.000 Euro und die „Freunde des En-sembles Aventure e.V. 15.000 Euro. Das Literaturbüro wird mit 20.000 Euro und das Kultur-werk des BBK mit 25.000 Euro unterstützt.

Im Bereich „Kulturelle Bildung“ werden das Kulturwerk des BBK mit 8.000 Euro, das Augusti-nermuseum mit 30.000 Euro und das Theater Freiburg mit 20.000 Euro gefördert.

Insgesamt erhalten in dieser Ausschreibungsrunde 64 Projekte aus dem Innovationsfonds Kunst eine Förderung. Die Abgeordneten der Grünen für Freiburg, Edith Sitzmann und Rein-hold Pix, freuen sich mit den erfolgreichen Vereinen und Institutionen über diese Fördermaß-nahmen. „Dass diese sieben Projekte aus fast 300 Antragstellern ausgewählt wurden, zeigt die hohe Qualität und den Ideenreichtum ihrer Arbeit. Diese Förderung kommt nicht allein Freiburg, sondern auch dem Umland zugute, “ so Pix.

Mit dem Innovationsfonds Kunst schafft die Landesregierung Spielräume für landesweite und dezentrale Entwicklung gesellschaftlich relevanter Kunst- und Kulturprojekte. Für Herbst 2013 ist eine weitere Ausschreibungsrunde geplant, um dem Bedarf in den Förderlinien Kulturelle Bildung und Interkultur nachzukommen.

E-Werk Freiburg e. V. SOUND SURROUNDS.
Klangkunst aus dem Dreieckland.

Genreübergreifendes und grenzüberschreitendes Projekt zum Aufzeigen der Bandbreite der Klangkunst. Die künstlerisch-musikalischen Szenen von Freiburg, Strasbourg und Basel vernetzen sich. Programmbestandteile sind eine Klangkunst-Ausstellung, Livestream-Konzerte, ein Symposium wie auch Einzelpräsentationen.

Freunde des Ensemble Aventure e. V. Transformationen: Körper – Medien – Musik im Spannungsfeld von Tradition und neuen Technologien
Kooperations- und Kompositionsaufträge werden an zwei japani-sche Künstler vergeben mit dem Ziel, Körperlichkeit und Spielgestik verschieden zu akzentuieren. Das Projekt wird unterstützt vom Freundesverein des Ensemble Aventure, dem ZKM Karlsruhe und STEIM Amsterdam. Die Präsentation findet in Freiburg und evtl. an weiteren Orten statt. Zielgruppe sind alle, die interessiert sind an (elektronischer) Musik, neuen Klängen und Performance.

Kulturwerk des BBK Südbaden (T66) magicmagentheater
„Bewegungs- und Begegnungsstudie zum Aufessen“ mit temporären Installationen. Ausgangspunkt ist ein Tisch mit Speisen, die in Anordnung, Komposition, Zubereitung ein magisches Bild bieten. Drei Künstlerinnen haben diese performative Aufführungsreihe gemeinsam mit alters/kulturgemischten Gruppen entwickelt. Das jeweilige Ende der Performance ist gemeinsames Fest mit jeweiligem Publikum.

Literaturbüro Frei-burg/Literatur Forum Südwest e.V.
Erfolgsmeldungen. ÜberLeben in der Leistungsgesellschaft. Strategien aus Literatur, Kunst und Philosophie.

Ein internationales Literatur- und Kulturprojekt, welches das The-ma Leistung beleuchtet: Wie bzw. welche Leistung brauchen wir für ein gutes Leben? Oder der Leistungsbegriff als Ursache für Depression und Selbstausbeutung. Es finden Diskussionen, Lesungen, Vorträge, Performances, Filmpräsentationen, ein Symposium statt, die ergänzt werden durch eine Artikelserie. Die szenische Bearbeitung läuft in Kooperation mit dem Theater im Marienbad.

Augustinermuseum, Städtische Museen Freiburg Kreatives Filmen und Fotografieren im Museum
Das Projekt basiert auf Filmworkshops für Jugendliche. Sie filmen und fotografieren im Museum, teilweise mit Camrekordern oder eigenen Handys. Damit erhalten die Jugendlichen einen interaktiven, kreativen Einblick in Prozesse hinter den Kulissen eines Museums. Daraufhin entsteht eine Filmgalerie auf Youtube und eine auf der Internetseite des Museums. Darüber hinaus ist eine Evaluation angedacht.

Kulturwerk des BBK Südbaden (T66) My private Heroes
Ein Projekt mit Jugendlichen, das die Bereiche Literatur, Bildende Kunst, Film, Philosophie, Ästhetik und Soziologie verschmelzen lässt. Die Jugendlichen setzen sich mit Vorbildern, Idolen und Helden bzw. Antihelden auseinander. Dies geschieht durch eine Schreibwerkstatt, Zeichnen, Bildbearbeitung, Comics, performatives Arbeiten und dem Dreh eines Kurzfilms. Eine Kooperation mit einer Schule für Hörgeschädigte ist ebenfalls angedacht.

Theater Freiburg School of Life and Dance (SoLD) – Eine Tanzsparte der Zu-kunft
Das Theater Freiburg gründet eine „Schule“ für Tanz und choreo-graphische Forschung. Sie bildet eine Art Bürgerbühne mit Schwerpunkt im Tanzbereich. Zunächst erarbeiten Einzelgruppen in verschiedenen Phasen Elemente, die dann in einer gemeinsa-men Aufführung von der „Nussknacker“ zusammengesetzt wer-den. Die Gruppen sind altersübergreifend gemischt: Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren sowie und Personen ab 55 Jahren.

Hintergrund

Der Innovationsfonds Kunst ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Kunstkonzeption „Kultur 2020“. Mit dem Fonds schafft die Landesregierung neben dem Erhalt des Bestehenden neue Spielräume in der Kunstszene – und zwar für alle Sparten und Bereiche. Die zusätzliche För-derung ermöglicht es, kulturelle Akzente zu setzen und Schwerpunkte mit Leben zu füllen. Es gibt drei Förderlinien: Interkulturelle Kulturarbeit, kulturelle Bildung und innovative Kunstprojekte. Insbesondere auch spartenübergreifende Initiativen sollen profitieren.

Adressaten sind Kunsteinrichtungen und Kulturschaffende. Antragsberechtigt sind in der Regel nur gemeinnützige Institutionen wie Stiftungen, Vereine, öffentlich-rechtliche oder privat-rechtliche Körperschaften, die dem Ressortbereich des Ministeriums für Wissenschaft, For-schung und Kunst zuzuordnen sind. Projekte von Einzelpersonen können nicht gefördert werden. Die Projekte mussten befristet sein und durften in der Regel nicht bereits anderweitig durch das Land gefördert werden. Außerdem musste die Finanzierung einen gesicherten Anteil an Eigen- und Drittmitteln von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten aufweisen.

Die fünfköpfige Jury bestand aus:

• Dr. Susanne Kaufmann, Kulturredakteurin SWR 2
• Christoph Palm, OB Fellbach
• Dr. Bettina Schulte, Kulturredakteurin, Badische Zeitung
• Dr. Angela Wendt, Germanistin, Medien- und Kommunikations-wissenschaftlerin
• Peter Jakobeit, Geschäftsführer der Kulturgemeinschaft

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