Volle Hütte bei meiner Informationsveranstaltung „Wolferwartungsland“ in St. Märgen

Volle Hütte bei meiner Informationsveranstaltung „Wolferwartungsland“ in St. Märgen.  Das zeigt, wie wichtig die sachliche Diskussion ist, um den Sorgen der Landnutzer zu begegnen und dabei die Grundlagen für die Wiederkehr des Wolfes zu schaffen.

Noch sind es Einzeltiere, die hier gesichtet – und leider auch getötet wurden. Doch Wissenschaftler rechnen mit einem Wachstum der Population. Wölfe sind national und international durch das Naturschutzgesetz streng geschützt, treffen aber heutzutage auf sehr eingeschränkte Jagdreviere, die sie ständig in den Kontakt mit Menschen und Nutztieren bringen. Dies birgt ein großes Konfliktpotential. Auf der einen Seite begrüßen die Naturschützer die Ankunft des Wolfes, auf der anderen Seite fürchten Landwirte um ihr Vieh und Jäger befürchten eine große Beunruhigung der heimischen Wildtiere.

Wie man mit in Baden-Württemberg den unterschiedlichen Seiten gerecht werden will, darüber wollte Reinhold Pix am Montag, dem 20.11.2017 in St. Märgen zusammen mit Landwirt*innen, Jäger*innen, Naturschützer*innen, Verbandsvertreter*innen und Bürger*innen diskutieren. Um möglichst allen Aspekten gerecht zu werden lud er einige Experten auf das Podium ein. Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium, die Seite der Naturschützer, da der Wolf rechtlich nicht dem Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetz unterliegt, sondern im Naturschutzgesetz steht. Die Landwirte wurden im Podium durch Bernhard Bolkart, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Höhenlandwirtschaft und Vizepräsident des BLHV und Ewald Klingele, dem Vorsitzender des Ziegenzuchtvereins Südschwarzwald, vertreten. Der stellv. Landesjägermeister, Wolf Riedl, legte die Position des Jagdverbandes dar und Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphärengebiet Schwarzwald, verwies auch positive touristische Entwicklungen in Norddeutschland, wo sich ein regelrechter Wolfstourismus etabliert hätte. Der Wildtierökologe Dr. Micha Herdtfelder brachte die wissenschaftliche Komponente in die Diskussion ein und erläuterte die Verhaltensweisen des Wolfs.

Badische Zeitung vom 22.11.2017

Badische Zeitung vom 21.11.2017

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