Bodensee Segelboot

©Peter Wetzel / pixelio.de

Grüne Landtagsfraktion: Keine offenen Netzgehege im Bodensee…..!

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Vergangene Woche hat sich meine Fraktion mit großer Mehrheit gegen sogenannte Netzgehege im Bodensee ausgesprochen. Im Vorfeld habe ich unter meinen Kolleginnen und Kollegen aktiv für diese Positionierung geworben und begrüße die Entscheidung daher ausdrücklich.

Da 90 % des in Deutschland konsumierten Fisches aus dem Ausland kommen und Aquakulturen in anderen Ländern nicht die Standards erfüllen, die wir gerne hätten, habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach zahlreichen Vorort Terminen, Expertenrunden und einer Fachanhörung, konnte die Entscheidung letztendlich aber nicht anders ausfallen.

Netzgehege sind eine besondere Form der Aquakultur, bei der Futtermittel und Kot unkontrolliert in den See eingetragen werden. Gleichzeitig ist der Bodensee nicht irgendein See. Er dient über fünf Millionen Menschen als Trinkwasserreservoir, ist ein beliebtes Freizeit- und Tourismusziel und beherbergt zahlreiche geschützte, seltene und gefährdete Tierarten.

Da es unter den Expertinnen und Experten bis zuletzt strittig blieb, welche Auswirkungen Netzgehege auf die Gewässerökologie, das Trinkwasser und den Tourismus haben, mussten wir uns konsequenterweise gegen diese Form der Aquakultur entscheiden. Der größte Trinkwasserspeicher Europas eignet sich definitiv nicht für Experimente mit ungewissem Ausgang. Wichtig ist: Wir haben uns nicht gegen Aquakulturen per se ausgesprochen, sondern ausschließlich gegen offene Netzgehege im Bodensee!

Anbei  das Positionspapier im Wortlaut. Außerdem haben wir einige Pressestimmen zusammen getragen.

2017_12_12_Position_Grüne Fraktion_Aquakulturen_Bodensee

Focus vom 14.12.2017

Südkurier vom 15.12.2017

Schwäbische vom 14.12.2017

Welt vom 14.12.2017

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