Besuch im Wald bei Gomadingen mit Cindy Holmberg

„Unsere Wälder helfen den Klimawandel zu bremsen, sind gleichzeitig wichtig für die Klimaanpassung und stellen somit einen zentralen Bestandteil unseres Ökosystems dar. Insbesondere die langen Hitze- und Dürreperioden setzen jedoch den Bäumen stark zu und machen sie anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Auch die Wälder auf der Schwäbischen Alb sind davon betroffen“, erklärte Cindy Holmberg, grüne Landtagsabgeordnete im Wahlkreis Hechingen-Münsingen. Holmberg begrüßte die Teilnehmenden der Waldbegehung, darunter ihren Parteikollege Reinhold Pix, waldpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion und Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz. Durch den Wald führte die Gruppe der Forstbezirksleiter Süd Niels Drobny und die Revierförsterin Caroline Freitag.

Im Rahmen der Waldbegehung informierten sich die Abgeordneten vergangenen Samstag über den Zustand der Wälder im Wahlkreis und über die Maßnahmen, die ergriffen werden, um dem Wald die Anpassung an den Klimawandel zu erleichtern. Unsere Wälder speichern viel Kohlenstoff aus der Luft, wirken kühlend und temperaturausgleichend und reinigen unser Wasser. Ihre Böden wirken als Schwamm und speichern viel Kohlenstoff in Form von Humus. Gleichzeitig sind unsere Wälder stark vom sich schnell voranschreitenden Klimawandel betroffen.

Drobny, der für die Wälder des südlichen Landkreises zuständig ist und insgesamt neun Reviere betreut, zeigte verschiedene Standorte. Es waren Schäden an Fichten und Buchen zu erkennen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die beiden Forstleute die Herausforderung annehmen und alles tun, um gute Lösungen für den Wald der Zukunft zu finden. Zentral ist ihnen den Waldumbau mit so viel Naturverjüngung wie möglich zu erreichen. Das bedeutet für die beiden selbstausgesamten Bäume beim Aufwachsen zu unterstützten und wieder mehr Mischwälder zu anzupflanzen. Der Waldumbau ist auch deshalb nicht so einfach, weil der Wald so viele Anforderungen erfüllen muss: Er muss Holz liefern, vielen, auch seltenen, Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, die Erholungsfunktion erfüllen und der Wald muss auch für die Besitzenden rentabel sein.

„Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement, Herzblut und welcher Kenntnis Herr Drobny und Frau Freitag unsere öffentlichen Wälder im Wahlkreis managen. Ein Großteil der Flächen wird sehr naturnah und gleichzeitig rentabel bewirtschaftet. Das ist wichtig, denn unser Bauholz soll aus heimischen Wäldern. Die grün-geführte Landesregierung unterstützt den Waldumbau mit Förderungen und hat mit der Waldstrategie einen Maßnahmenplan vorgelegt, der die Transformation der Wälder begleitet und finanziell unterstützt“, sagt Holmberg (GRÜNE), Sprecherin für den Ländlichen Raum der grünen Landtagsfraktion.

Reinhold Pix: „Hier wird an vielen Standorten bereits praktiziert, was ich mir für den Wald im ganzen Land wünsche. Wir müssen alle Ziele in Einklang bringen und unsere Wälder gleichzeitig durch naturnahe Waldwirtschaft dauerhaft ertragreich halten. Der Wald muss als Ökosystem System gemanagt werden, nicht als Baumacker. Der Bodenschutz liegt mir besonders am Herzen. Er spielt eine Schlüsselrolle, wenn wir den Wald klimafit machen wollen. Das bedeutet wenig Befahrung und Bodenverdichtung. Wir haben vor, künftig Grundanforderungen an die Waldbewirtschaftung im Landeswaldgesetz zu definieren. Der Gemeindewald Gomadingen wird sich sicher nicht auf fundamentale Änderungen in der Bewirtschaftung einstellen müssen. Denn hier werden bereits jetzt Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammengedacht“, erklärt Pix (Grüne), Sprecher für Wald und Wein der grünen Landtagsfraktion.

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